1664 hȁt en «Jagli Brȁndli uff Hischwill, Schullmeister im Rieth», fȕr zwee Fȁlmisser Hööf en Wasserrȁchtsbrief gschrìbe. Dëë ìscht no hȕt ì öiserem Famìliebsitz, wìll der eerscht Schufelberger, wo ìs Fȁlmis choo ìscht, ȁine vo dene gchauft hȁt. Die ȁigewìlige Schrìftzȕȕg vom woorschiindli eerschte Rieter Leerer sìnd e Wìdergoob vo dem, wo die zwee Partner mȕntli em Schriiber voortrȁit hȁnd, aber ìn ere verhoochtütschte Form. Do schtoot gschrìbe:
«Auf Samstag den 26. Tag Wìntermonat dess 1664 Jahres hand diese ehrsamen Personen namlich Marthe Oberholzer ìn der Aa ùnd Hans Jagli Schȁnkell ìm Fȁlmiss vor Lantrichter Schufelberger ìm Rieth einen Vertrag und Abhandlung gemacht wägen des Brunnens ìm Fȁlmiss so sìnd sie zù beiden Theilen einandern gutwillig ìm ganzen dass sie söllend den Brunnen von dem Fluss dannen thülen (d.h. vo de Quȁlen ì Holzroor ablȁite) bìs ins Fȁlmiss ùnd soll der Hans Jagli Schȁnkell zween Theil machen ùnd Marthe Oberholzer einen wie es der alte Brunnenbrief vermag ùnd beschribt … ».
Au d Abwasserfroog fȕr Sùmmer ùnd Wìnterszit ìscht derbii greglet woorde. De Brief ìscht ì zwȁi gliichen Ȁxȁmplaar uusgfërtiget woorde, fȕr jedi Partei ȁine:
« … Gäben ùnd geschrieben den vierzähenten tag Christmonat da man von unsres Erlösers geburt ùnd menschwerdung Jesus Christi zahlt sächs Zähen hùndert sächzig ùnd vier Jar.
Geschriben Jagli Brȁndli ùf Hischwill, Schullmeister ìm Rieth.»
Es gìt aber ì der Chìlerȁchnig vo 1659 scho e Bìmërkig, das eme «Hannis Brȁndli ìm Rad 4 Pfùnd von der Schulstuben» uusggëë woorde sìnd (vgl. Hess: ›Aus vergangenen Tagen‹.) Ìscht das nȕd öppe de gliichi Schuelmȁischter Brȁndli gsii? Fërner vernìmmt mer dȁnn, das es 1675 z Wald zwoo Schuele gìt. Ȁini z Wald mìt 86, di ander ìm Riet mìt 55 Schüeler. Ȕber de Sùmmer hȁt sich zwoor dȁnnzmool de Schuelbìtrììb nonig möge dùresetze. Es hȁisst no ìm 1706i, d Schüelerzaal schwanki schtarch. Im Doorf Wald zwȕschet 65 ìm Früelig 1703, ùnd 129 anno 1706. Ìm Riet hìne zwȕschet 18 ìm 1705i ùnd 50 ìm 1709i, do hìnen also fascht ùms Drüüfachi. Dë Schuelmȁischter Brȁndli vo Hischwiil wììrt 1682 ìme Prìcht nȕd grad erfreuli erwäänt. Ëër mues sich dȁnn eerverletzedi Reede ha z Schùlde choo loo. Es ìscht zwoor ì sȁbene Joore mȁnge draachoo, wo gȁge di gnäädige Hërre z Zȕri oder gȁge d Pfȁrrer, won au Represȁntante vo de Regierig gsii sìnd, uufgmotzt hȁt. Ìm allgìmȁine sìnd jo d Oberlȁnder, schpeziell aber die ìm ›Pììrg‹ obe, rȁcht ȁigewìlig gsii ùnd hȁnd sich mìt de [ 63 ] Bìvoormùndig vo de Schtadt ìmmer schwëër too. Das ghöört mer ùs vìlen Uufzȁichnigen ùnd Protokoll ùs vergangene Tagen use. Ase hȁnd Landvogt ùnd Rȍȍt au ìmmer Schwìrikȁite mìt em Walder Landvolch ghaa, wìll Sȁnen ùnd Puure bì ìrem Huus, schtatt ùf em bìfolene Wùchemäärt ìm Dorf, ìri Ërzüügnis verchauft hȁnd. Ase hȁnds ìmmer probiert, em Zoller siini Iinaame fȕr di gnäädige Hërre z schmȍȍlere.
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