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Hermann Schaufelberger (1926-2015)

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Zukunftsvision

Posted on 1. April 2024 by admin

Nicht ein Atom unserer Schöpfung lässt sich aus dem Kreislauf der Materie verdrängen. Wenn wir Holz verbrennen, entstehen zwar verschiedene ganz neue Stoffe, Gase und Mineralien (Asche), daraus werden aber im ewigen Wechsel immer wieder neue Pflanzen und tierische Individuen entstehen. Teile der Luft, die wir heute atmen, wurden schon von den Sauriern und Neandertalern geatmet. Wasser, das wir trinken, enthält vielleicht noch Teile des Jordanwassers mit dem Jesus seine Jünger taufte! Unsere Natur hat im Laufe der Evolution immer neue und höher organisierte Wesen hervorgebracht. In diesem Wandel sind aber auch immer bestehende Arten und Unterarten ausgelöscht worden. Saurier und eine grosse Zahl urzeitlicher Wesen sind verschwunden und der veränderten Umwelt zum Opfer gefallen. Andere Arten haben sich gewaltig verändert und im immerwährenden Überlebenskampf neuen Bedingungen angepasst. So haben sich die heutigen Pferde im Laufe ihrer Entwicklung von Kaninchengrösse bis zum heutigen grossen und schnellen Tier verändert. Immer die grössten und schnellsten konnten ihre Gene an die nächste Generation weitergeben, die anderen wurden Beute der Raubtiere. Aber in ganz bestimmten abgeschlossenen Biotopen wie Inseln im Atlantik konnte sich ihre Spezies bis in die heutige Zeit in einer kleinen Rasse erhalten (Shetland).

Dass heute viele Pflanzen und Tiere auf den roten Listen am Aussterben sind, hat meist eine einzige Ursache! Der Mensch mit seinem Streben nach immer mehr Verbrauch vergeudet heute Naturprodukte (Kohle, Erdöl, und Torf), die in Jahrmillionen entstanden sind und in absehbarer Zeit verbraucht sein werden. Wenn sich die Menschheit nicht in Kürze auf ökologischere Bewirtschaftung der Ressourcen besinnt, wird die derzeitige freie Marktwirtschaft mit ihren gewaltigen Zwängen des Geldes zum Kollaps führen. Durch das Zurückdrängen der Regenwälder und Übernutzung von Äckern und Feldern wird unser ganzes Ökosystem zusammenbrechen. Schon heute sind weite Landstriche der Erde durch masslose Bewässerung (Versalzung), Dünger und Chemieeinsatz vergiftet und ausgelaugt, dass vielleicht Jahrzehnte, wenn nicht länger, keine Ernten mehr zu holen sind. Dort, wo sich die Wirtschaft noch mit Überschüssen plagt, könnte bald Mangel herrschen. Ohne eine Beschränkung der Weltbevölkerung auf lange Zeit wird unser grüner Planet kaum weiter Heimat des Menschen sein. Das weltweit grösste Problem stellt das Überborden der heutigen Technologie mit ihren gewaltigen Abfallmengen dar, in dem immer weniger Menschen noch eine sinnvolle Arbeit finden.

In der ersten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts hat man die Gefahr der Technik erkannt und in Uster Fabriken angezündet (1832). Wie lange wohl schaut der heutige Mensch einer schwindelerregenden Entwicklung zu, ohne etwas zu unternehmen? Es wäre ja so viel zu tun auf unserer Erde! Ich denke an die Beseitigung der gewaltigen Altlasten in unseren Böden, Flüssen und Meeren, an Aufforstung einstiger Urwälder und Ökologisierung des Landbaus. Aber da alle diese Tätigkeiten keinen zinsbringenden Ertrag abwerfen, wird es keinem Wirtschaftsfachmann oder Technologen einfallen, in diese Richtung Geld zu investieren. Zwar hat die verrückte Aufrüstung der vergangenen Zeit noch viel grössere Summen verschlungen und wurde stillschweigend hingenommen. Noch jetzt haben sogenannte Entwicklungsländer Devisen für Waffen und Krieg, für ihre arme Bevölkerung aber nur Hunger und Not.

In der Zukunft wären ganz andere Technologien gefragt, Produkte die es ermöglichen, den riesigen Anfall der Energie, den die Sonne jahrein, jahraus gratis liefert, zu nutzen. Metalle und andere Rohstoffe sind in einem dauernden Zyklus immer wieder von neuem zu verwenden. Die noch bestehenden Wälder müssten aber nachhaltig bewirtschaftet und auf die Dauer vor der Zerstörung geschützt werden. Sanfte Technologie vermöchte aber grosse Teile dessen, was heute Flüsse und Meere verschmutzt, als Rohstoff und Düngemittel in einen naturnahen Kreislauf zu bringen. Wenn die Forschung erst einmal in die richtige Richtung arbeiten würde, könnten auch für unzählige Erdenbewohner wieder menschenwürdige Arbeitsplätze geschaffen werden. Eines wäre dann aber hoffentlich nicht mehr möglich – mit den Händen im Schoss Milliardär zu werden!

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