Aus der fernen Zeit der Ahnen
klingt ein Lied wie Glockenklang.
Zart wie mütterliches Mahnen
werden Worte zum Gesang!
Und nach vielen Jahren wieder
haben sie mich noch gerührt.
Wahre Worte, kurz und bieder,
einst geschrieben, ungeziert!
Aus der Zeit der dunklen Mächte,
gar nicht lang nach Not und Krieg.
Drohend lauerte der nächste*,
der leider unverhindert blieb!
Worte! – die im steten Hasten
dieser unheilvollen Zeit
verhalfen wohl zu kurzem Rasten
und Vergessen Not und Leid.
Worte! – die mich finden liessen
Gedanken von den eher leisen
und in diese Verse fliessen,
zum warmen Herz den Weg mir weisen!
(1952)
* Koreakrieg