Es klingt aus ferner Jugendzeit
im Ohr ein kleines Lied,
gar mancher Stunde Seligkeit
in meinem Innern blieb.
Wie waren wir so sorgenlos,
so eitel voll von Freude,
ob Sonne schien, ob’s Regen goss,
ob’s Sommer war – ob’s schneite!
«Wir sind jung, die Welt steht offen!» –
so sangen wir mit frohem Mut,
manches Sehnen, stilles Hoffen
brauste da im jungen Blut.
Doch – immer will uns nicht gelingen
alles nach dem eignen Sehnen,
manchmal flossen ganz im Stillen
lang zurückgehalt’ne Tränen.
Noch klingt aus ferner Jugendzeit
ganz leise jenes Lied,
und mancher Stunde Seligkeit
in tiefster Seele blieb!